
Meldungen
Klinikverzeichnis im Internet
In welches Krankenhaus? Vor dieser Frage stehen Patienten und überweisende Ärzte häufig. Bei der Beantwortung hilft seit Ende Januar www.berliner-krankenhausverzeichnis.de. Das neue Internet-Portal will Patienten und niedergelassenen Ärzten gleichermaßen einen objektiven Überblick über das Klinikangebot geben. Es stützt sich dabei unter anderem auf Informationen und Daten aus den Qualitätsberichten der jeweiligen Einrichtungen. Das Online-Verzeichnis bietet sowohl die Suche nach Berliner Bezirken als auch ausgehend von bestimmten Krankheitsbildern oder auch Leistungsmerkmalen. Parallel zum Berliner Verzeichnis gibt es auch ein bundesweites, das schon im Dezember online ging.
Infos unter:
www.berliner-krankenhausverzeichnis.de
Alles neu macht der Mai

- Hochmodern: leuchtstoff- unterstütze Tumor-OP
Im Mai gehen am Carl-Thiem-Klinikum (CTK) in Cottbus acht hochmoderne Operationssäle in Betrieb. Sie komplettieren ein leistungsfähiges Operationszentrum, in dem acht weitere modernisierte OP-Säle bereits 2007 fertiggestellt wurden. Jetzt gehört das OP-Zentrum zu den modernsten in ganz Deutschland.
Die Modernisierung ist Teil eines 2003 gestarteten, insgesamt 117 Millionen Euro umfassenden Investitionsprogramms, das auch ein neues Bettenhaus und eine hochmoderne Krankenhausapotheke umfasst. Mit 1.300 Betten, 2.300 Mitarbeitern und knapp 100.000 behandelten Patienten im Jahr ist das CTK nicht nur das größte und leistungsfähigste Krankenhaus in Brandenburg, sondern zugleich eines der größeren in ganz Deutschland. 2008 machte die Klinik von sich reden, als sie als eine der ersten überhaupt in Deutschland die fluoreszenzgestützte Hirntumorentfernung einführte. Dabei werden Tumorzellen vor der Operation mit einem leuchtenden Farbstoff markiert, der dem Chirurgen erleichtert, Tumorzellen von gesundem Gewebe zu unterscheiden. (Bild links)
Infos unter:
www.ctk.de
News-Ticker
Bayer Schering Pharma führt im Mai sein neues Verhütungsmittel Qlaira® auf dem deutschen Markt ein. Dabei handelt es sich um die erste Verhütungspille, deren Östrogenbestandteil auf dem körpereigenen Hormon Estradiol basiert. Das neue Kontrazeptivum wird zugleich nach einem innovativen „Vier Phasen“-Schema eingenommen, das jeweils für die niedrigstmögliche Hormondosis sorgt, die nötig ist, um zuverlässig zu verhüten. Weitere Studien klären derzeit, ob sich die neue „Pille“ auch zur Behandlung längerer, häufiger und sehr starker Regelblutungen eignen könnte. Bayer Schering Pharma ist Pionier in Sachen hormonelle Verhütungsmittel: Schon 1961 brachte das Unternehmen die erste „Pille“ überhaupt auf den europäischen Markt. Heute ist die in Berlin ansässige Pharma-Tochter des Bayer-Konzerns weltweiter Marktführer in diesem Segment.
Klinisches Forschen lernen

- Werbung für ein in Europa einzigartiges Studium
Viele Pharmafirmen haben großen Bedarf an Mitarbeitern, die sich mit der Konzeption und Durchführung klinischer Studien auskennen. Mit jenem Teil der Medikamenten-Entwicklung also, der die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit neuer Arzneimittel ermittelt. Die Berliner PAREXEL-Akademie hat die Lücke erkannt und bietet seit 2008 den europaweit einmaligen Studiengang „Bachelor of Science in Clinical Research“ an.
Anfang März ist der zweite Jahrgang mit zehn Studierenden an den Start gegangen. Vor einem Jahr hatten sich elf Abiturienten für das Fach entschieden.
Infos unter:
www.parexel-akademie.de
Entzündungen besser erkennen und heilen

- Mit Rheumascan® sichtbar: rheumatoide Arthritis in der Hand
Anfang 2009 erhielt mivenion die Zulassung für die europäische Vermarktung von Rheumascan®. Mit diesem Diagnose-Verfahren möchte das Berliner Unternehmen
Ärzten eine Möglichkeit an die Hand geben, rheumatoid-arthritische Schädigungen der Hand früh und zweifelsfrei nachzuweisen. Rheumascan® basiert auf der Injektion eines fluoreszierenden Kontrastmittels, das sich in entzündetem Gewebe anreichert und dann mit dem Kamerasystem Xiralite® sichtbar gemacht werden kann.
Bei der Entwicklung arbeitete mivenion mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Berlin zusammen. In einer anderen Kooperation, nämlich mit der Freien Universität (FU) Berlin, entwickelt mivenion außerdem neue Therapeutika, um entzündliche Vorgänge im Körper, etwa rheumatoide Arthritis, besser behandeln zu können.
Im Fokus stehen dabei sogenannte Polyglycerinsulfate, deren entzündungshemmende Wirkung von FU-Chemikern und Forschern der Charité Universitätsmedizin Berlin entdeckt worden war. Inzwischen hat mivenion eine exklusive Lizenz zur klinischen Weiterentwicklung
erworben, um Substanzkandidaten auf Basis dieser Makromoleküle zu entwickeln.
Infos unter:
www.mivenion.de
Graduiertenschule erweitert Angebot
Die Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (BSRT) weitet ihr Angebot aus. In diesem Sommer richtet die Berliner Einrichtung, die 2008 durch die Exzellenzinitiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ins Leben gerufen wurde, zum ersten Mal eine
Summer School aus. Das zweiwöchige, vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderte Programm wendet sich an Studierende aus den Bereichen Biologie, Medizin, Chemie, Physik und Ingenieurwissenschaften.

- Seit 2008 dabei: der erste Doktoranden-Jahrgang an der BSRT
In ihm wird es um innovative Ansätze bei regenerativen Therapien gehen. Beginn ist der 18. Juli 2009. Derweil ist das Doktoranden-Programm der BSRT in sein zweites Jahr gegangen. Aus gut 150 Bewerbungen, davon viele aus dem Ausland, waren dabei 18 Jungforscher ausgewählt worden. Damit nutzen inzwischen rund 40 studierte Naturwissenschaftler, Mediziner und Ingenieure das BSRT-Angebot zu einer Forschungsarbeit im Bereich regenerativer Therapien. Viele von ihnen erhalten ein Stipendium der BSRT. Die Einrichtung gilt als einzigartig im Hinblick auf die Integration biologischer, klinischer und Ingenieurwissenschaftlicher Forschung. Dabei ist die Schule eng mit dem Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies verbunden. Die DFG-Exzellenzinitiative fördert die BSRT bis zum Jahr 2012 mit insgesamt fünf Millionen Euro.
Infos unter:
www.bsrt.de und
www.bsrt-summerschool.de
Wissenschaftsnacht
Am 13. Juni ist es wieder so weit. 64 Einrichtungen in Berlin und Potsdam laden zur „Langen Nacht der Wissenschaften 2009“. Von 17 Uhr bis ein Uhr in der Nacht können Jung und Alt spannende Einblicke in aktuelle Forschungsthemen gewinnen. Seit ihrem Beginn im Jahr 2001 erfreut sich die jährliche Veranstaltung eines stetig wachsenden Zustroms. 2008 wurden knapp 35.000 Besucher gezählt. Eines der medizinischen Highlights in diesem Jahr: die Eröffnung des Science Center Medizintechnik Berlin am Potsdamer Platz durch die Firma Otto
Bock Healthcare. Schwerpunkte der Ausstellung sind unter anderem „Mobilität im Alter“ sowie „Leben nach dem Schlaganfall“.
Infos unter:
www.langenachtderwissenschaften.de



