
Hauptstadt der Verbände
Die zunehmend wichtige Rolle, die Berlin in der deutschen Pharma-Landschaft einnimmt, zeigt sich auch an den Verbänden der Branche. Drei große von ihnen sind an der Spree zu Hause
Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa)

- Cornelia Yzer - Hauptgeschäfts- führerin des vfa
Forschung ist die beste Medizin“. Der Slogan dürfte vielen Menschen aus dem Fernsehen gut bekannt sein. Hinter der Informationskampagne steht der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa). Der Wirtschaftsverband vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden forschenden Pharma-Unternehmen und von über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik.
Die vfa-Mitglieder repräsentieren mehr als zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 90.000 Mitarbeiter, wobei mehr als 17.000 davon für die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln tätig sind.
Allein in der Bundesrepublik investieren die forschenden Pharma-Unternehmen jährlich 4,5 Milliarden Euro in die Arzneimittelforschung für neue und bessere Medikamente.
www.vfa.de
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI)

- Dr. Bernd Wegener - Vorsitzender des BPI
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. In dem 1951 gegründeten Verband haben sich 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus den Bereichen der Biotechnologie, pflanzliche Arzneimittel und Homöopathie/Anthroposophie.
Eines der wichtigen Ziele des BPI ist es, das Gesundheitswesen zukunftsweisend weiterzuentwickeln. Der Verband beteiligt sich deshalb intensiv an der gesundheitspolitischen Reformdiskussion. Um sicherzustellen, dass Patienten die für sie notwendigenMedikamente und Therapien erhalten, setzt er sich für die Sicherung der Vielfalt qualitätsorientierter Arzneimittel aller Therapierichtungen ein. Dazu befindet er sich in kontinuierlichem Dialog mit den anderen Partnern des Gesundheitswesens und der Öffentlichkeit. Der BPI versteht sich gleichermaßen als Dienstleistungsorganisation wie auch als Interessenvertretung
für seine Mitgliedsunternehmen. Seine Aufgabenschwerpunkte verteilen sich unter anderem auf die Kompetenzfelder Arzneimittelsicherheit, Biotechnologie,
Desinfektionsmittel, Homöopathie/Anthroposophie, Innovation und Forschung, klinische Forschung, Kommunikation, Kooperationen/Mitgliederbetreuung, Phytopharmaka, Politik, Recht, Selbstmedikation sowie Zulassung.
www.bpi.de
Pro Generika

- Wolfgang Späth - Vorsitzender von Pro Generika
Der Verband Pro Generika e.V. vertritt die Interessen von 17 großen, mittleren und kleinen Unternehmen, die Generika und sogenannte Biosimilars entwickeln, produzieren und vermarkten. Die Mitglieder decken etwa drei Viertel des gesamten deutschen Generikamarktes ab. Fast jedes zweite auf Kassenrezept in den Apotheken abgegebene Arzneimittel ist ein Produkt einer Mitgliedsfirma dieses Verbandes. Neben den Interessen der Generikahersteller fühlt sich Pro Generika dabei auch dem Gemeinwohl verpflichtet: Ziel des Verbandes ist es laut eigener Angabe, die qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung für alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung weiter zu garantieren. Durch den verstärkten Einsatz von Generika könnten wichtige Ressourcen eingespart werden, ohne die Qualität der medikamentösen Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verschlechtern, so Pro Generika. Der Verband sieht es deshalb als seine Aufgabe an, die Politik und die breite Öffentlichkeit über Generika zu informieren und bei ihrer Entscheidung für Generikazu unterstützen.


