
health+ spezial
Man lernt nie genug – auch im Gesundheitswesen:
Berlin und Brandenburg mischen bei der Ausbildung ganz vorne mit.
Die Traditionsreiche
Die Alice Salomon Hochschule Berlin

- Sie hat eine lange Geschichte im Bereich Sozialarbeit – und heute weit über 300 Studierende im Bereich Gesundheit: die Alice Salomon Hochschule Berlin.
Sie ist eine echte Institution – mit großer historischer Bedeutung: Die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) ist aufs Engste mit der Entwicklung der modernen Sozialarbeit und Sozialreform verbunden.
„Unsere Wurzeln reichen bis zum Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurück“, so Rektorin Prof. Dr. Christine Labonté-Roset. Damals nämlich begann man in Deutschland, systematische Ausbildung zur sozialen Arbeit anzubieten – und die ASH Berlin war aktiv dabei: Als erste interkonfessionelle soziale Frauenschule bot sie eine Ausbildung zur sogenannten Wohlfahrtspflegerin an.
Heute hat die von der Wissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Alice Salomon (1872-1948) gegründete Hochschule ihr Angebot erweitert: Neben der Sozialen Arbeit liegen die Ausbildungsschwerpunkte im Bereich Gesundheits- und Pflegemanagement. Der gesundheitswissenschaftliche Bereich macht sogar etwa 50 Prozent des gesamten Lehrangebotes aus.
Konkret bietet die Hochschule Menschen aus den nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen die Möglichkeit zur akademischen Weiterqualifikation. Wer eine Ausbildung an der ASH Berlin absolviert, hat zuvor also in der Regel schon einen Berufsabschluss in der Tasche – etwa als Krankenpfleger oder als Physiotherapeut. Die Berufsqualifikation können sich die Studierenden sogar auf ihre Ausbildung an der ASH Berlin anrechnen lassen. Und überhaupt ist diese – etwa was die Vorlesungszeiten angeht – so angelegt, dass auch berufsbegleitend studiert werden kann.
Konkret bietet die ASH Berlin drei gesundheitswissenschaftliche Ausbildungen an: die Bachelorstudiengänge „Gesundheits- und Pflegemanagement“ und „Physiotherapie/Ergotherapie“ sowie, auf diesen beiden aufbauend, den Masterstudiengang „Management und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen“.
Dieser befähigt, je nach Studienschwerpunkt, zum Beispiel zur Leitung von Einrichtungen im Gesundheitswesen, zur Gründung und Führung einer eigenen Pflege- oder Therapieeinrichtung, zu eigenständiger wissenschaftlicher Forschung oder zur Durchführung von Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Seit 2003 ist die Hochschule außerdem am Graduiertenkolleg „Multimorbidität im Alter“ der Charité beteiligt (
www.gradmap.de). Es bietet Master-Absolventen die Möglichkeit, als Stipendiaten über ein Thema aus dem Bereich der Multimorbiditäts-Phänomene im höheren Lebensalter zu promovieren. Hinzu kommt – als besonderes Steckenpferd der Hochschule – eine ausgedehnte Forschungstätigkeit.
Eine Besonderheit der ASH Berlin ist bei alledem der praxisbezogene Ansatz. Christine Labonté- Roset betont: „Die Mehrzahl unserer Studierenden haben bereits eine Ausbildung und erwarten daher ein anwendungsorientiertes Studium.“ Die Nachfrage gibt ihr Recht: Im Sommersemester 2009 waren von insgesamt 2076 Studierenden der ASH Berlin 334 für einen Gesundheitsstudiengang eingeschrieben. Das entspricht einem Anteil von 16 Prozent. „Am beliebtesten ist bei uns der Pflege-Studiengang. Die Kranken- und Altenpfleger sind die größte Berufsgruppe an unserer Schule“, so Labonté-Roset. Bei den Bachelor-Studiengängen Physio- und Ergotherapie sei die Nachfrage hauptsächlich deshalb so groß, weil es in dieser Fachrichtung im Raum Berlin und Brandenburg kaum andere Anbieter gebe, so die Rektorin. Und auch an Zukunftsplänen mangelt es nicht: Unter anderem will man demnächst einen Studiengang für Physio- und Ergotherapeuten anbieten, der die berufliche Erstqualifikation bis hin zum Staatsexamen bietet.
Mehr Informationen auf:
www.ash-berlin.eu


