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Man lernt nie genug – auch im Gesundheitswesen:
Berlin und Brandenburg mischen bei der Ausbildung ganz vorne mit.
Drei Säulen für die Gesundheit
Der FamilienCampus Lausitz

- Auf dem Familien-Campus sollen Menschen in Gesundheitsberufen qualifiziert werden – und nicht nur das.
Das große Willkommensschild steht bereits, eine ganze Reihe Wegweiser ebenfalls. Lange soll es nicht mehr dauern, dass es hier, im südbrandenburgischen Klettwitz, von Menschen nur so wimmelt. FamilienCampus Lausitz: Unter diesem Namen wird hier derzeit ein außergewöhnliche Vorhaben Wirklichkeit. Eines, mit dem Klettwitz in der Region und darüber hinaus natürlich auch in ganz Deutschland bekannt werden will.
Auf einem Gelände von rund 28.000 Quadratmetern werden in Zukunft Angebote verschiedenster Partner aus dem Gesundheitswesen zu einem einzigartigen Mix zusammenfinden. „Wir wollen einen Ort schaffen, wo Gesundheitsthemen umfassend gegenwärtig sind und in einen neuen Zusammenhang treten. Unsere Zielgruppe reicht dabei vom Kleinkind bis zum alten Menschen”, sagt Simone Weber, Geschäftsführerin der Klinikum Niederlausitz GmbH, welche Träger des ambitionierten Projektes ist.
Eine der insgesamt drei Säulen des Vorhabens ist dabei die Aus-, Fort- und Weiterbildung: Auf dem FamilienCampus Lausitz sollen Menschen auf hohem Niveau in Gesundheitsberufen qualifiziert werden.
Hinzu kommen – als zweite Säule – krankenhausnahe, ambulante und stationäre Angebote sowie ein ganzes Bündel weiterer Dienstleistungen aus dem sozialen und später auch aus dem touristischen Bereich (Säule 3), wie Simone Weber sagt: „Unser langfristiges Ziel ist es, auch für die Partner und Freunde derjenigen, die auf dem FamilienCampus trainiert oder therapiert werden, attraktive Angebote zu schaffen.“ Zum Beispiel mit speziellen Kursen für Angehörige von Schlaganfallpatienten.
Die Ansiedelung jedenfalls ist in vollem Gange. Herzstück des Campus sind dabei jene Gebäude, in denen zuvor das Krankenhaus Klettwitz untergebracht war. Dieses gehörte seit 1992 als eines von drei Standorten zum Klinikum Niederlausitz – dem größten Krankenhaus der Regelversorgung im Land Brandenburg. Mit der geplanten Schließung des Krankenhausstandortes stand das Gebäude zur Disposition – und wird nun, als zentraler Bestandteil des Campus, zum Ort der Aus-, Fort- und Weiterbildung werden.
Schon jetzt werden die Räumlichkeiten von externen Institutionen für Ausbildungszwecke genutzt – etwa vom Jugendamt und vom TÜV Rheinland. „Ende 2009 ziehen dann die Gesundheits- und Krankenpflegeschule und die Altenpflege-Schule des Klinikums Niderlausitz hierher“, betont Simone Weber.
Weitere Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen sollen folgen, darunter unter anderem ein therapeutischer Hochseilgarten, eine Einrichtung für therapeutisches Reiten, eine Übungsstation des Brand- und Katastrophenschutzes und ein Weiterbildungszentrum für das Rettungswesen. „Wir wollen Nachwuchs ausbilden, aber auch eigenes Personal qualifizieren und weiterbilden“, betont Simone Weber. Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule zählt dabei insgesamt 60 und die Altenpflegeschule 75 Ausbildungsplätze. Ziel sei es zudem, in fernerer Zukunft auch eine Ausbildung zum operationstechnischen Verschiedenste Gesundheitsangebote werden auf 28.000 Quadratmetern gebündelt – von der Ausbildung bis hin zur Therapie. Assistenten und zum Physiotherapeuten anzubieten, so Weber.
Im Bereich der krankenhausnahen ambulanten und stationären Nutzung des Campus ist bereits der Arbeiter-Samariter-Bund mit einer Kurzzeitpflege-Einrichtung und zwölf Pflegeplätzen auf dem Campus vor Ort, außerdem jeweils eine Ergotherapie- und eine Physiotherapiepraxis. Hinzu kommen verschiedene Anbieter therapeutischer Dienstleistungen, etwa im Bereich Familientherapie. Bald soll das Angebot unter anderem um Logopädie und Komplementärmedizin erweitert werden.
Auch was die weiteren Dienstleistungen angeht, ist auf dem FamilienCampus einiges angelaufen: Zum Beispiel gibt es bereits eine Tischlerei vor Ort, die therapeutisch mit Jugendlichen arbeiten wird. Eine andere Organisation unterstützt Langzeitarbeitslose. „Wir warten auf weitere Interessenten, die sich hier bei uns ansiedeln wollen“, betont Simone Weber. Folgen sollen unter anderem ein Gästesowie ein Schwesternwohnheim, eine Kinderbetreuungsstätte und ein Restaurant.
Mehr Informatinen auf:
www.klinikum-niederlausitz.de


